7 Ausflugstipps in und um Berlin
Aktiv werden in der Natur, Kultur und die besten Orte, um einfach runterzukommen. Vom Geheimtipp zum Dauerbrenner in jeder Saison: Wir geben euch Tipps für unsere liebsten Ausflugsziele um Berlin.


Ob ihrs uns glaubt, oder nicht: Wir haben mal mit einer Person gesprochen, die folgendes, unglaubliches Zitat geliefert hat: „Der einzige Grund, warum ich noch in Berlin leben kann, ist Brandenburg“. Auch, wenn diese Aussage bei uns teilweise Fragen aufwirft, können wir uns auf eine Sache einigen: Pause vom Großstadttrubel brauchen wir in Berlin allemal hin und wieder. Deswegen kommen hier sieben Ausflugstipps für eure Großstadtflucht.
Spreewald
Der Spreewald ist einer unserer liebsten Orte in ganz Deutschland und ein richtig gutes Go-to-Ausflugsziel von Berlin aus. Und zwar egal, zu welcher Jahreszeit ihr eine Auszeit braucht. Hier könnt ihr im Frühling und Sommer durch eine Übermenge an Grün paddeln, im Herbst Kanufahrten durch den knallbunten Blätterwald machen und selbst im Winter zu Wasser durch die verschneite Landschaft navigieren.
Von Berlin aus fahrt ihr am besten Lübbenau an. In die Hauptstadt des Spreewaldes kommt ihr in etwas weniger als einer Stunde. Vor Ort findet ihr nicht nur jede Menge Anbieter*innen, um Kanus und Kajaks zu mieten, sondern bekommt auch Spreewaldgurken in jeder erdenklichen Form und Kombination. Den Spreewald könnt ihr aber nicht nur auf Wasserwegen, sondern etwa auch auf den Gurkenradweg oder Rundwanderwegen erkunden.
Die wichtigsten Infos:
- Bootsverleih: in Lübbenau, Burg und Lübben, Preise für Kanuverleih ab ca. 20 € pro Tag
- Öffnungszeiten Kanufahrten: meist von April bis Oktober, Preise ab ca. 15 € pro Person
- Anreise: mit dem RE2 von Berlin nach Lübbenau (ca. 1 Stunde)
Kunst & Schlösser in Potsdam
Potsdam geht immer. Die Hauptstadt von Brandenburg ist unserer Meinung nach einer der unterschätztesten Orte Deutschlands und von Berlins Stadtzentrum aus so einfach und schnell zu erreichen, dass man hier wirklich jederzeit einen schönen Tag einlegen kann. Das Schloss Sanssoucis und die umliegenden Parkanlagen sind einfach ein magischer Ort, im holländischen Viertel kann man über ein paar Querstraßen schon mal vergessen, dass man sich in Deutschland befindet, und im Museum Barberini werden regelmäßig großartige Kunstausstellungen gezeigt.
Wer will, kann den Ausflug auch mit einer Fahrradtour verbinden und entlang der Hafel in die Pedale hauen. Vom S-Bahnhof Wannsee etwa führt eine schöne Route zur Heilandskirche am Port von Sacrow, die ihr mit dem Wassertaxi erreicht. Von dort geht es in elf Kilometern vorbei an zwei Seen ins Stadtzentrum von Potsdam.
Die wichtigsten Infos:
- Schloss Sanssoucis und Parks, holländisches Viertel, gemütlicher Stadtkern
- Museum Barberini: Eintritt ca. 16 €, Dienstag geschlossen
- Anreise: mit dem RE1 oder S7 von Berlin (ca. 30 Min)

Briesetal
Das Briesetal ist eine wunderbar unaufgeregte Wanderregion nördlich von Berlin, in der sich die Uhren noch ein bisschen langsamer zu drehen scheinen. Benannt wurde die Gegend nach dem Briese-Fluss, der sich hier durch dichte Wälder schlängelt, und immer wieder auch Seen verbindet. Eine der vielen Routenoptionen führt euch elf Kilometer lang für etwa drei Stunden von Borgsdorf nach Zühlsdorf. Mit etwas Glück begegnet ihr am Weg auch Bibern, Reihern oder sogar Eisvögeln.
Übrigens sind hier auch Familien gut aufgehoben, weil ihr am Weg keine nennenswerten Steigungen überwinden müsst. Wer noch etwas mehr Puste hat, kann bis nach Wandlitz weiterwandern und sich dort in einem der Seen abkühlen.
Die wichtigsten Infos:
- Wanderung von Borgsdorf nach Zühlsdorf
- 11,6 km, ca. 3 Stunden
- Anreise: mit der S1 nach Borgsdorf (ca. 40 Min. von Berlin)

Beelitz – Baumwipfelpfad & Spargel
Beelitz ist zu Recht ein echter Ausflugsklassiker in der Nähe von Berlin. Hier könnt ihr euch im Frühjahr in DEM Spargel-Mekka den Bauch vollschlagen, schöne Fahrradtouren machen und habt mit den Heilstätten auch noch eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Ort.
Das verlassene Sanatorium könnt ihr auf einem Baumwipfelpfad erkunden und auf 23 Metern Höhe zwischen den alten Gemäuern herumspazieren. Ein wirklich einzigartiges Gefühl und Must-see, wenn ihr nach Ausflugszielen in Brandenburg sucht.
Die wichtigsten Infos:
- Baumwipfelpfad: Eintritt 13 €, täglich 10–18 Uhr
- Spargelsaison: April bis Juni
- Anreise: mit dem RE7 nach Beelitz-Heilstätten (ca. 45 Min. von Berlin)

Neu-Venedig – Wasserlabyrinth in Berlin
Um dieses Wasserlabyrinth zu sehen, müsst ihr Berlin nicht mal verlassen. Gut, die Anreise wird wahrscheinlich trotzdem etwas dauern, liegt Neu-Venedig doch am östlichsten Rand der Stadt. Die Gegend in Köpenick ist die Anreise aber allemal wert – und dennoch deutlich kürzer, als zum italienischen Pendant. In Neu-Venedig findet ihr, wie der Name vermuten lässt, mehrere Kanäle, die zwischen Wohnhäusern verlaufen. Am besten erkundet ihr sie natürlich auf einer Bootstour oder Kanufahren. Den fahrbaren Untersatz dazu könnt ihr euch etwa in Müggelheim oder am Großen Müggelsee ausleihen.
Landratten werden hier aber auch glücklich und können Neu-Venedig etwa auf Rad- oder Wanderwegen erkunden – allerdings seht ihr den Großteil der Kanäle nur von den Brücken aus, da die Wege nicht direkt am Wasser entlangführen.
Die wichtigsten Infos:
- Netz aus Wasserstraßen
- Bootsverleih: Kajaks ab ca. 12 € pro Stunde (z. B. in Müggelheim)
- Anreise: mit der S3 bis Köpenick, dann Bus 169
Wandern durch die Uckermark
Schon die ehemalige Kanzlerin wusste es: Die Uckermark ist nicht zu unterschätzen. Wenn ihr es Angela Merkel gleichtun und am Wochenende nördlich von Berlin runterkommen wollt, dann gibt es in der brandenburgischen Region eine Menge gute Optionen – und Unterkünfte.
Wenn ihr erstmal nur einen Tag parat habt, denn empfehlen wir euch die Rundwanderung um den Großen Warthesee. Dabei wandert ihr etwa vier Stunden lang auf zwölf Kilometern durch Wälder und vorbei an idyllischen See. Wer etwas mehr Puste und Zeit hat, kann den Boitzenburger Landweg begehen. Dabei geht es durch das historische Boitzenberug und vorbei am Schloss, insgesamt ist die Route 17 Kilometer lang und wird euch etwa fünf Stunden kosten.
Die wichtigsten Infos:
- Wanderwege: Großer Warthesee (12 km), Boitzenburger Landweg (17 km)
- Optionen für Radtouren
- Anreise: mit dem RE3 nach Prenzlau oder Templin
Sächsische Schweiz – Wandern im Elbsandsteingebirge
Die Sächsische Schweiz ist nicht nur eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands, sondern auch von Berlin aus richtig easy und schnell zu erreichen. Nämlich mit einem der Direktzüge, die euch von der Hauptstadt in etwas mehr als zwei Stunden nach Bad Schandau bringen. Von der kleinen Stadt an der Elbe starten gleich mehrere Wanderwege. Unter anderem auch zur berühmten Basteibrücke. Aber die Sächsische Schweiz hat noch so viel mehr zu bieten – etwa den Malerweg, der euch in mehreren Etappen durch das Elbsandsteingebirge führt.
Wer Lust auf etwas mehr Adrenalin hat, begibt sich auf eine Klettertour. Und alle, die es gerne gemütlich haben, machen es sich bei einer Bootstour auf der Elbe bequem. Auch die Festung Königsstein ist sehenswert.
Die wichtigsten Infos:
- Wanderwege: Basteibrücke (3 km), Malerweg (112 km, in Etappen)
- Klettersteige und Bootstouren
- Anreise: mit dem Regio ohne Umsteigen nach Bad Schandau
