7 außergewöhnliche Restaurants Berlin
In diesen Berliner Restaurants gibt’s nicht nur großartigen Geschmack, sondern auch Konzepte, die überraschen. Von Zero-Waste-Küche bis hin zu Gerichten, die aussehen, als sollten sie lieber ins Museum als auf den Teller – hier wird jede Mahlzeit zum Erlebnis.

In Berlin hat man wirklich schon alles gesehen, umso schwerer fällt es, wirklich Ausgefallenes zu entdecken. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach Restaurants gemacht, die ein besonderes Erlebnis versprechen. Wer also mal was anderes als den Standarditaliener um die Ecke ausprobieren will, ist hier genau richtig.
FREA
Vegan, regional und Zero Waste – dafür steht FREA. Das bedeutet aber nicht gleich Verzicht, denn von Geschmack bis Atmosphäre werden keine Abstriche gemacht. Auf der Speisekarte finden sich wenig überraschend allerhand Gemüsesorten, jedoch so raffiniert zubereitet, dass selbst die größten Vegan-Skeptiker*innen keine Tierprodukte vermissen.
Um dem ganzen noch eins draufzusetzen, hat sich das Restaurant erfolgreich das Ziel gesetzt, keinen Müll zu produzieren. Das gelingt durch hauseigene Produktion vom Sauerteigbrot bis zur Haselnussmilch bis hin zur Anschaffung von Secondhand Möbeln. Kompostiermaschine war noch nie stilvoller.
Die wichtigsten Infos:
- verschiedene Mehr-Gang-Menüs zur Auswahl
- Zero Waste, aber voller Geschmack
- vegane Speisekarte
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FREA | Kleine Hamburger Str. 2 , 10115 Berlin
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täglich
Clärchens Ballhaus
Wenn Gebäude nur sprechen könnten, das Clärchens Ballhaus hätte bestimmt so einige Geschichten auf Lager – von wilden Partys, gebrochenen Herzen und feinstem Schmaus. Ein wahres Stück Berliner Geschichte, das sich seit über 110 Jahren behauptet hat. Bis heute hat das Haus kein bisschen an Charme verloren und lädt zu guter deutscher Küche ein.
Auf der Karte des neu eröffneten Luna D’Oro stehen deutsche Klassiker, die frech interpretiert werden. Wir kennen zumindest keinen anderen Ort in Berlin, an dem der Met-Igel so schamlos daherkommt und ihr frittierte Spreewald-Gürkchen bestellen könnt. Wer sich den Bauch nicht zu voll schlägt, kann im Anschluss zu Salsa bis Discofox das Tanzbein schwingen.
Die wichtigsten Infos:
- 1913 eröffnet und 2024 neu renoviert
- im Sommer auch schöner Gastgarten
- Tango statt Techno
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Clärchens Ballhaus | Auguststraße 24/25 , 10117 Berlin
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MI-SO
CODA
Fine Dining, aber anders: Das CODA macht Schluss mit altbekannten Sterneküchen-Konventionen und serviert ein 15-Gänge-Menü inspiriert von der Kunst der Patisserie. Klingt süß? Ist es – aber auch nur manchmal. Denn hier wird nicht zwischen Dessert und Hauptgang unterschieden, sondern alles auf eine neue Geschmacksebene gehoben: kalt, heiß, süß, herzhaft – es wird wild aber raffiniert kombiniert.
Der Preis liegt irgendwo zwischen “gönn ich mir” und “vielleicht sollte ich meine Niere als Backup bereit halten”. Aber hey, zwei Michelin-Sterne sagen: Es lohnt sich. Also rein in den Candy Shop für Erwachsene!
Die wichtigsten Infos:
- Fine Dining inspiriert von der Patisserie
- 2 Michelin-Sterne: Kunstvolle Teller, die an Perfektion grenzen
- ab 264 € pro Person
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CODA | Friedelstraße 47, 12047 Berlin
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MI-SA
Coccodrillo
Ihr habt die Nase voll von skandinavischem Minimalismus und Sichtbeton? Das Coccorillo am Weinbergpark ist weder Berliner Roughness noch Hipster Clean, sondern erfrischend farbenfroh und opulent. Irgendwo zwischen Hollywood-Glamour und Dolce Vita bekommt ihr hier italienische Küche serviert. Die Speisekarte ist weniger überraschend und voll von den bewährten Klassikern – es geht aber auch wirklich nichts über gute Pizza und Pasta.
Die wichtigsten Infos:
- italienische Küche von Antipasti bis Dolci
- Highlight: ausgefallenes, aber stilvolles Interieur
- auch vegane und vegetarische Optionen
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Coccodrillo | Veteranenstraße 9, 10119 Berlin
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täglich
STOKE
Bock auf Japan, aber nicht auf Langstreckenflug? Stoke bring Traditionen und Handwerk der japanischen Küche direkt nach Berlin. In den klassischen Izakayas wird das Essen direkt vor deinen Augen zubereitet und auch hier könnt ihr zuschauen, wie Yakitori und Kushiyaki Spieße über Binchotan-Holzkohle gegrillt werden. Das Interieur ist vielleicht etwas schicker und cleaner als man es von den kleinen Läden in Tokyo kennt – das heimelige und intime Gefühl bleibt aber erhalten.
Die wichtigsten Infos:
- kleine Karte mit festem Mehr-Gang-Menü
- japanische Küche
- vegetarische Alternativen auf Anfrage
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STOKE | Lindenstraße 34, 10969 Berlin
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MI-SA
MARS
Ein Restaurant in einem ehemaligen Krematorium? Klingt erstmal nach Gothic-Dinner, ist aber überraschend idyllisch. Das MARS im silent green Kulturquartier hat mit morbidem Charme nichts mehr zu tun – stattdessen gibt’s Bio-zertifiziertes Essen mit durchdachtem Nachhaltigkeitskonzept.
Seit kurzem wird außerdem jeden Sonntag ein Spezialmenü angeboten: American Comfort Food, aber mit einem ausgefeilten Twist, da gibt es dann auch mal eine Karrotte im Hot-Dog-Bun. Vieles davon vegan, aber auch Fleischgerichte stehen auf der Karte. Lässt sich wunderbar mit einem Konzert in der Kuppelhalle – dem eindrucksvollen Herzstück des Geländes – kombinieren.
Die wichtigsten Infos:
- Restaurant in einem ehemaligen Krematorium
- Bio-zertifizierte Küche mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit
- Highlight: Sonntagsmenü mit kreativem American Comfort Food
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MARS | Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
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MO-SO
Mikrokosmos
Hier werden Heuschrecken, Mehlwürmer und andere kleine Krabbler in die Pfanne geworfen. Aber lasst euch davon nicht abschrecken, denn Mirkokosmos bietet mehr als das Versprechen von hohem Proteingehalt oder Mikronährstoffen: nämlich vor allem guten Geschmack. Die Insekten sind dabei nicht nur ein Gimmick, das Restaurant befasst sich umfänglich mit nachhaltigen Zukunftskonzepten von Ernährung.
Wenn euch das trotzdem nach zu viel Abenteuer klingt, könnt ihr euch auch einfach von den südamerikanischen Einflüssen des peruanischen Chefkochs begeistern lassen.
Die wichtigsten Infos:
- Insekten auf der Speisekarte
- saisonale, regionale Produkte mit südamerikanischem Twist
- Drinks? Naturweine, hausgemachter Kombucha oder Cocktails mit Likören aus natürlicher Herstellung
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Mikrokosmos | Reichenbergerstr. 122, 10999 Berlin
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DI-SA